Max-Kirmsse-Schule
Idstein

Die MKS lernt Erste-Hilfe

Neben mehreren Unterrichtseinheiten in diesem Schuljahr zum Thema Erste-Hilfe, fand darüber hinaus auch zum ersten Mal der Erste-Hilfe-Kurs „Herzsicher“ an der MKS statt.

„Prüfen – Rufen – Drücken“ – Was das wohl bedeutet? Sechs interessierte Schülerinnen und Schüler der Mittel-, Haupt- und Berufsorientierungsstufe wollten es wissen und besuchten den Kurs unter Leitung von Frau Pohl und Frau Dietz, der sich an das „Herzsicher“-Projekt der Björn-Steiger-Stiftung anlehnte.
(Weitere Informationen unter https://www.steiger-stiftung.de/was-wir-tun/herzsicher/herzsicher-in-der-schule/)
Die Björn-Steiger-Stiftung schulte das gesamte Kollegium der MKS im Vorfeld und stellte auch dankenswerterweise einen Schulsanitätsrucksack, Informationsmaterial, mehrere Rescue-Ann-Puppen, ein AED-Gerät zum Üben sowie ein echtes AED-Gerät zur Verfügung, das seinen Platz in der Mehrzweckhalle gefunden hat.

Aber zurück zum „Herzsicher“-Kurs: „Prüfen“, das bedeutete zunächst überhaupt Notfälle von anderen Situationen zu unterscheiden und den wichtigen Schritt zu machen, fremde Menschen einfach anzusprechen und Hilfe anzubieten. Dabei den Eigenschutz nicht außer Acht zu lassen, war auch Thema. Für kleinere Verletzungen, die auch im Schulalltag oft vorkommen, setzten sich die angehenden Schulsanitäterinnen und Sanitäter mit dem Material im Sanitätsrucksack auseinander, legten Verbände an oder sorgten für Kühlung.

Nur was tun, wenn die Person nicht mehr ansprechbar ist? Das Prüfen der Atmung wurde erlernt sowie die stabile Seitenlage angebahnt, was aufgrund der Nähe zueinander immer wieder zu viel Belustigung und Leichtigkeit bei dem doch sonst ernsten Thema führte, welches sich die Jugendlichen sehr zu Herzen nahmen.

Mit großem Interesse trainierte die Gruppe beim „Rufen“ den Notruf mit den W-Fragen sowie das Rufen nach anderen Helfenden in der direkten Umgebung. Was bei einem Notruf auf der anderen Seite der Leitung passiert, konnten die Schülerinnen und Schüler beim Besuch der Rettungswache erfahren – ein Highlight, für das sich alle Fragen überlegt hatten.

Beim letzten Schritt, dem „Drücken“ im Falle eines Atemstillstands stellten alle ausnahmslos die große Anstrengung bei der festen, schnellen Herz-Lungen-Wiederbelebung fest. Mit gegenseitiger Ablösung schafften es alle zusammen die 9 Minuten-Vorgabe bis zum Eintreffen eines Rettungsdienstes inkl. vorher erfolgtem Notruf durchzuhalten.

Zum Schluss gab es Zertifikate zur Schulsanitäterin und zum Schulsanitäter mit den aufgedruckten Schritten „Prüfen-Rufen-Drücken“, die mit Stolz entgegen genommen wurden nach einem Kurs, der trotz des ernsten Themas viel Spaß gemacht hat. Und wenn eine Schülerin zum Ende sagt: „Am besten hat mir gefallen, dass ich jetzt weiß, wie ich helfen kann“, ist die Welt doch einen Schritt „herzsicherer“ geworden.

Fortsetzung folgt…